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Der "genehmigungsfähige" Sanierungsplan

Dürener Nachrichten:
Haushalt: Nideggen lässt Frist verstreichen
Von: Burkhard Giesen, Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2012, 17:31 Uhr

Nideggen. Jetzt ist die Bezirksregierung am Zug. Und das Land. Wie bereits erwartet, hat der Rat der Stadt Nideggen am Dienstagabend keinen neuen Haushaltssanierungsplan beschlossen. Das Problem: Mit den bereits im Sommer verabschiedeten Einsparungen wird der zwingend vorgeschriebene Haushaltsausgleich im Jahr 2016 nicht erreicht.
Deshalb hatte die Bezirksregierung der Stadt eine Frist zur Nachbesserung bis zum 31. Oktober gesetzt. Eine politische Mehrheit für einen genehmigungsfähigen Sanierungsplan ließ sich allerdings nicht finden. Kein Wunder, die Liste der dann notwendigen Grausamkeiten sah zum Beispiel eine Steigerung der Grundsteuer B auf über 900 Prozentpunkte vor. „Wir werden jetzt überall da, wo wir Sanierungsmaßnahmen umsetzen können, dies auch tun. Parallel arbeiten wir bereits am Haushalt für das Jahr 2013, den wir dann vermutlich im Februar vorlegen werden”, betonte am Mittwoch Bürgermeisterin Margit Göckemeyer.
 
Die Möglichkeiten zur Umsetzung von Sparmaßnahmen in Nideggen sind allerdings begrenzt, weil in einigen Bereichen erst Investitionen vorgesehen waren, um langfristig Einsparungen zu erzielen. Da der Sanierungsplan unmittelbar an den Haushalt 2012 gekoppelt ist, muss nun weiter jede Ausgabe von der Bezirksregierung abgesegnet werden.
 
„Wir werden uns jetzt mit dem zuständigen Ministerium beraten”, reagierte man bei der Bezirksregierung in Köln am Mittwoch gewohnt wortkarg. Verständlich. Nach dem Stärkungspaktgesetz müsste der jährliche Zuschuss an die Stadt (850.000 Euro) zurückgefordert werden. Das wäre aber ein Eingeständnis des Scheiterns. Auch die Entsendung eines Sparkommissars könnte problematisch sein - dessen Rechtsgrundlage ist zweifelhaft. Vermutlich nicht nur CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Fischer ist da längst gewappnet. Sollte ein Sparkommissar tatsächlich aufschlagen und Beschlüsse umsetzen, die der Rat nicht mitträgt, müsse man „notfalls den Klageweg beschreiten”.

 Fischer war es auch, der neben der Fraktion „Menschen für Nideggen” in der Ratssitzung den zurückgezogenen Verwaltungsentwurf für einen genehmigungsfähigen Sanierungsplan öffentlich diskutiert sehen wollte - um ihn dann ebenfalls abzulehnen. Fischer: „Bisher sind die Zahlen nicht öffentlich diskutiert worden. Wir wollten mit der Diskussion vor allem dokumentieren, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist.”
 
Verhindert haben das SPD, Grüne, Unabhängige und die FDP. Sie votierten dafür, den Antrag der MfN, eine Beschlussfassung über den neuen Sparplan herbeizuführen, von der Tagesordnung abzusetzen - sehr zum Ärger des Fraktionsvorsitzenden Erwin Fritsch, der argumentierte, dass die stetig steigenden Umlagen bei sinkenden Schlüsselzuweisungen kleine Kommunen in den Ruin treiben würden.

Einmal in Fahrt, formulierte Fritsch einen ungewöhnlichen Antrag: Der Rat möge den Innenminister zur Auflösung des Rates ermächtigen, weil der „offensichtlich nicht in der Lage” sei, „seiner Aufgabe gerecht zu werden. Jeder Sparkommissar ist besser, als der Rat in dieser Zusammensetzung.” Auf eine Abstimmung bestand aber selbst Fritsch nicht.
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Keller-Kabinett: Ohne uns!

Dürener Zeitung vom 21.01.10:
Nideggen: MFN stehen außen vor.
Die Ratsfraktionen von CDU, SPD, Unabhängigen, FDP und Grünen haben die interfraktionellen Gespräche mit den Menschen für Nideggen (MFN) aufgekündigt. Nach Auskunft des SPD-Fraktionschefs Wolf Dieter Keß behielten sich die Menschen für Nideggen vor, auch Informationen, die zum Zeitpunkt eines interfraktionellen Gesprächs vertraulich zu bewerten seien, an die Öffentlichkeit zu transportieren. Dies lehnten die anderen ab, weil es "möglich sein muss, auch vertrauliche Dinge zu besprechen" wie Unabhängigen-Sprecher Norbert Klöcker ergänzte.
So war das interfraktionelle Gespräch am Dienstag schnell beendet. Nun wollen sich CDU, SPD, Grüne, Unabhängige und FDP reihum zu Gesprächen mit Margit Göckemeyer einladen. Die MFN bleiben außen vor. (sis)

Mein Leserbrief in der Dürener Zeitung vom 23.01.10:
Bei dem letzten interfraktionellen Gespräch ging es um die einfache Frage, wie mit der Information umzugehen sei, dass in Schmidt 2 Windräder durch ein größeres ersetzt werden und die Stadt dem zustimmen musste.
Frau Göckemeyer meinte, das sei geheim zu halten. Es sei von ihr nur mitgeteilt worden, damit der Ortsvorsteher informiert ist, "wenn es knallt" (die Bevölkerung überrascht reagiert).
Wir meinen, der Windradneubau ist ein gutes Beispiel dafür, wie man möglichem aufkommendem Bürgerunmut durch rechtzeitige Information entgegenwirken kann.
Wir sind grundsätzlich bereit, mit jedem zu reden und Argumenten zuzuhören.
Dass manche Dinge, z.B. in Personalfragen, vertraulich bleiben müssen, ist selbstverständlich. An "Geheimabsprachen" beteiligen wir uns aber nicht, weil wir offene, transparente und für den Bürger verständliche Politik versprochen haben.
Das haben andere auch versprochen. Wir halten uns daran!
Die Notwendigkeit, einen Artikel in der DZ durch einen Leserbrief zu ergänzen, zeigt die Gründlichkeit der Recherche und die Ausgewogenheit der Berichterstattung.
Erwin Fritsch, 23.01.10

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Ein Bericht aus der nichtöffentlichen Sitzung

Aus den Dürener Nachrichten:
"EGN hat 12.500 Euro Schulden
Von Burkhard Giesen  07.07.2010, 21:00

Nideggen. Die in die Schlagzeilen geratene Entwicklungsgesellschaft Nideggen (EGN) soll nun endgültig liquidiert werden.
Das hat der Rat der Stadt Nideggen in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Weiteres Geld will man dafür aber nicht aufwenden.

Die EGN, die 1999 zusammen mit der Sparkasse Düren, der damaligen Volksbank Nideggen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises gegründet worden war, ist nie in irgendeiner Form tätig geworden, so dass schon vor mehreren Jahren der Stadtrat die Auflösung forderte, die aber nie umgesetzt worden ist.

Mit Dienstantritt von Bürgermeisterin Margit Göckemeyer kam Bewegung in die Angelegenheit, aber auch die erstaunliche Erkenntnis, dass das Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro bis auf verbliebene 2500 Euro geschrumpft war.

Des Rätsels Lösung: Weil die Gesellschaft mangels Umsatz keine dem entsprechenden Steuererklärungen eingereicht und auf Aufforderungen des Finanzamtes nicht reagiert hatte, wurden die Steuern schließlich geschätzt.

Sämtliche Fristen wurden ignoriert, so dass zum Schluss die Steuern bezahlt werden mussten. Jetzt ist bekannt geworden, dass auch die Stadt selbst von den eigentlich nicht gerechtfertigten Steuerbescheiden noch profitierten könnte.
Der Steuerbescheid des Finanzamtes ist nämlich Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer. 4500 Euro stehen der Stadt demnach noch zu. Eingetrieben wurden die Forderungen offenbar aber noch nicht. Insgesamt belaufen sich die Forderungen gegen die Gesellschaft auf rund 12.500 Euro - bei noch 2500 Euro Eigenkapital.

5000 Euro werden allein für das Versäumnis fällig, dass die Gesellschaft ihre Jahresabschlüsse nicht - wie vorgeschrieben - im Bundesanzeiger veröffentlicht hat."
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Frau Zentis, Grüne: Glaubwürdig?

Die erfundene Spendenablehnung:

Dürener Zeitung vom 04.10.10:
"Der Schulleiter weiß nichts von Spende

Vossenack. In einem Schreiben an die Bürgermeisterin und den Stadtrat von Nideggen hat Pater Peter Schorr, der Schulleiter des Franziskus-Gymnasiums Vossenack, Stellung bezogen zur Diskussion in der jüngsten Sitzung des Kommunalparlaments und zu Ausführungen außerhalb des Gremiums über den jährlichen Zuschuss von rund 10.000 Euro an das Gymnasium.

Als sachlich falsch und als Stimmungsmache bezeichnet er Behauptungen, mit den Mitteln sei das Franziskus-Internat finanziert worden.

Außerdem weist er die Aussage zurück, das Franziskus-Gymnasium habe eine Spende in vierstelliger Höhe abgelehnt: "Mir ist ein solcher Fall nicht bekannt, er ist auch nicht aktenkundig gemacht. Seit ich Schulleiter bin, kam dies nicht vor."

Gudrun Zentis von Bündnis 90/Die Grünen hatte diese Behauptung im Rat aufgestellt."

Der erfundene Ratsbeschluss:

MFN-Info 1/2011:
Die Grünen berichten: "Endlich ein BHKW für die Stadt Nideggen. Der Stadtrat hat den Beschluss
gefasst, ein Blockheizkraftwerk nach dem Contracting-Modell anzuschaffen." In diesem Artikel im
Flyer "Grün vor Ort 12/210" wird detailliert bis zum Gerätetyp von einem Ratsbeschluss berichtet.

Richtig ist:

Löschgruppe "Neu-Abenden":

Dürener Zeitung:
Zentis kritisiert Nideggens Wehr, Brandschutzbedarfsplan vertagt
Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2012, 17:26 Uhr
Nideggen. Die 1. Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes ist am Dienstagabend im Nideggener Stadtrat gescheitert. Dies ärgerte den Christdemokraten Hubert Müller aus Wollersheim: „Es zeigt sich wieder einmal der Charakter des Rates. Hier geht es nur noch darum, wer wem schaden kann.”
Ob der Plan, der von der Feuerwehr erstellt worden ist, dem Rat wieder vorgelegt wird, ist fraglich. Die Wehrspitze trägt sich mit dem Gedanken, ihre Überlegungen zurückziehen. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer appellierte, dies nicht zu tun: „Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden.”
 
Der Reihe nach: 2002 war der erste Brandschutzbedarfsplan aufgestellt worden. Acht Jahre später beschloss der Rat, die erste Fortschreibung von der Feuerwehr erstellen zu lassen. Hätte sich ein externer Fachmann Gedanken gemacht, hätte die Stadt 30.000 Euro zahlen müssen. Dafür, dass die Wehr das Werk erarbeitete, erhielt sie die Zusage, dass keine Gerätehäuser geschlossen würden.

Im August 2011 legte die Wehrspitze den Plan vor, am 13. Dezember beschloss der Rat, den Plan am 14. Februar 2012 zu beschließen. Es kam nicht dazu. Ende Mai gab es ein interfraktionelles Gespräch mit der Wehrspitze. Am Dienstag beschäftigte sich das Gremium erstmals wieder mit der Fortschreibung.

In der Ratssitzung zeigte sich: Die Gedanken der Wehr überzeugten nicht alle Fraktionen. Norbert Klöcker (Unabhängige) vermisste die strategische Überlegung, ob nicht eine Zentralisierung auf drei Standorte effektiver sei. Gudrun Zentis (Grüne) bezeichnete vor dem Hintergrund der drohenden Überschuldung Nideggens das von der Wehr aufgeführte „Bötchen” für den Rursee und eine angeblich geplante Löschgruppe Neu-Abenden als zwei Ablehnungsgründe. Außerdem gefiel ihr der Tonfall der Wehr nicht.

Pro Brandschutzbedarfsplan sprachen Markus Fischer und Erwin Fritsch. Der christdemokratische Fraktionsvorsitzende sprach davon, dass „der Plan auf Kante genäht” sei. Der Sprecher der Menschen für Nideggen verwies darauf, dass der Wehr fast 70 aktive Mitglieder fehlten und stellte fest, dass im Plan kein Wort von einem neuen Standort in Neu-Abenden stehe.
 
Udo Hensch, dessen FDP-Fraktion dem Plan nicht zustimmen wollte, weil einige Punkte noch nicht abgeändert seien, brachte eine Vertagung ins Gespräch. Lothar Pörtner (Unabhängige) beantragte sie. Bruno Lauscher, der Stadtbrandmeister, kündigte an, den Plan zurückzuziehen. Es folgte der Appell der Bürgermeisterin. Der stellvertretende Wehrleiter Karl-Heinz Latz, der im nichtöffentlichen Teil der Sitzung einstimmig wiedergewählt wurde, sagte: „Wir werden beraten.” Und das Thema wurde vertagt.

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Herr Keß griff zu tief in die Fäkalienkiste

Dürener Zeitung:
"Keß wirft Fritsch «Diktion wie die braune Brühe» vor
(sis) | 23.11.2011, 18:08

Nideggen. Sechs Anträge haben die Menschen für Nideggen (MfN) in der jüngsten Ratssitzung gestellt. Sechs Mal argumentierte Fraktionsvorsitzender Erwin Fritsch am Dienstagabend teilweise gegen energischen Widerspruch. Die übrigen Fraktionen lehnten die Wünsche der MfN-Fraktion ab.
Beim sechsten Antrag äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende drastisch: «Ich möchte feststellen», sagte Wolf Dieter Keß, «dass sich die Menschen für Nideggen und insbesondere Herr Fritsch der gleichen Diktion bedienen wie die braune Brühe. Das ist unerträglich.»

Gemurmel und Gelächter waren die Folge, aber auch energische Wortmeldungen. «Das ist nicht die Meinung der SPD», riefen die Schmidter Genossen Eduard Müllejans und Jochen Erler. Und der von Keß attackierte Fritsch erwiderte erregt: «Mein Vater war ein anerkannter Antifaschist.» Gegenüber unserer Zeitung erklärte Fritsch später, dass seine Familie von Anfang an gegen den Nationalsozialismus gewesen sein: «Und auch heute haben wir nichts mit diesem am Hut.»

Fritsch verlangte die wörtliche Protokollierung der Keßchen Äußerung. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer rief zur Mäßigung auf. Zuvor hatte der Stadt gegen den Willen der MfN-Fraktion beschlossen, das Thema Sicherung der Stadtmauer zunächst im zuständigen Ausschuss zu behandeln.

Die MfN wollten die unverzügliche Sicherung der Stadtmauer. Die Mehrheit lehnte einen MfN-Antrag zu den Abwassergebühren ab, setzte den Antrag zu den Öffnungszeiten der Verwaltung wegen Unzuständigkeit ab, legte sich nicht auf 19 Uhr dienstags als Sitzungsbeginn fest, lehnte die MfN-Forderung nach Billigung von Sitzungsniederschriften genauso ab wie die Aufnahme von Tischvorlagen und visuellen Präsentationen in den öffentlichen Sitzungsdienst der Stadt."

Dürener Zeitung:
"Wolf Dieter Keß entschuldigt sich bei Erwin Fritsch
(sis) | 27.11.2011, 17:30

Nideggen. Der Fraktionsvorsitzender der Nideggener SPD, Wolf Dieter Keß, hat sich in einem Schreiben an Erwin Fritsch, dem Sprecher der «Menschen für Nideggen», für seine Wortwahl («Diktion wie die braune Brühe») in der jüngsten Ratssitzung entschuldigt.

In einer Mitteilung an der Presse schreibt Keß: «Meine Äußerung in der Ratssitzung vom 22. November war unangemessen. Sollte Herr Fritsch sich dadurch und nicht zuletzt im Hinblick auf seinen familiären Hintergrund, von denen ich keinerlei Kenntnis hatte, persönlich betroffen fühlen, so bedauere ich dies und entschuldige mich dafür. Da in meiner Familie sehr stark vergleichbare Erfahrungen vorliegen, kann ich die Betroffenheit nachvollziehen.»"

Dürener Zeitung:
"«Braune Brühe» sorgt weiter für Wirbel
(sis) | 06.12.2011, 17:14

Nideggen. In einem Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolf Dieter Keß, Bürgermeisterin Margit Göckemeyer und die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion fordert Erwin Fritsch, Sprecher der «Menschen für Nideggen», von Keß eine angemessene Richtigstellung für den Vergleich «Diktion wie die braune Brühe».
Die Äußerung vom 22. November möge ein «niveauloser Ausrutscher» gewesen sein, unterstelle aber auch einer Wählergruppe «eine unbegründete Nähe zum Rechtsextremismus».
Diese Unterstellung sei in Keß' Brief an Fritsch nicht zurückgenommen worden. Göckemeyer hingegen wirft Fritsch eine unangemessene Reaktion vor, weil sich diese nicht an Keß, sondern an alle Ratsmitglieder gerichtet habe. Fritsch moniert, dass das Ratsprotokoll nicht den wahren Ablauf schildere."

Dürener Nachrichten:
"«Menschen für Nideggen» bestehen auf Entschuldigung
(bugi) 06.12.2011, 17:17
Nideggen. Eine «angemessene Richtigstellung» erwartet die Fraktion «Menschen für Nideggen» vom Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Wolf Dieter Keß. Der hatte in der letzten Ratssitzung die MfN und ihren Fraktionsvorsitzenden Erwin Fritsch in die rechte Ecke gerückt.
Keß damals wörtlich: «Ich möchte feststellen, dass sich die ?Menschen für Nideggen' und insbesondere Herr Fritsch der gleichen Diktion bedienen, wie die braune Brühe. Das ist unerträglich.»
Wenige Tage später hatte sich Keß, von dessen Äußerungen sich seine Fraktionskollegen schon in der Ratssitzung distanziert hatten, in einem Brief an Fritsch persönlich entschuldigt. «Meine Äußerungen waren unangemessen. Sollte Herr Fritsch sich dadurch (...) persönlich betroffen fühlen, so bedauere ich dies und entschuldige mich dafür», so Keß.
Brief an Keß
Das reicht der Fraktion aber offenbar nicht. Erwin Fritsch verweist nun in einem Brief an Keß und Bürgermeisterin Margit Göckemeyer darauf, dass Keß der gesamten «Wählergruppe eine völlig unbegründete Nähe zum Rechtsextremismus» unterstellt habe, dementsprechend auch gegenüber der MfN eine Entschuldigung und Richtigstellung erfolgen müsse.
Kritik übt Fritsch in dem Zusammenhang auch an der Bürgermeisterin, der er «ein erneutes Beispiel für eine inhaltliche Verfälschung» der Sitzungsprotokolle vorwirft. Im Sitzungsprotokoll fehlte der Hinweis, dass Keß nicht nur Fritsch, sondern auch die MfN-Fraktion angegriffen hatte
«Diese Verfälschung kann kaum unbeabsichtigt durch ungeschickte Formulierung entstehen», unterstellt Fritsch der Verwaltung einen Vorsatz."

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11.12.12 "Großstadt-Zuschlag" nicht zu rechtfertigen

Aus "Städte und Gemeinderat 12/2012 Herausgeber (StGB NRW):
"Großstadt-Zuschlag" nicht zu rechtfertigen
Von Andreas Wohland (Hauptreferent für Finanzen beim Städte- und Gemeindebund NRW)

STRUKTURELL DISPARAT
Insgesamt müssen die kreisangehörigen Kommunen die öffentlichen Leistungen mit deutlich geringeren Ressourcen pro Kopf bereitstellen als die kreisfreien Städte. Dies
hat verschiedene Ursachen. Das Ziel interkommunaler Verteilungsgerechtigkeit im
kommunalen Finanzausgleich wird zunehmend verfehlt. Das liegt vor allem daran,
dass das System der so genannten Einwohnerveredelung einwohnerstarke Städte
durch die Anerkennung realer Ausgaben als Bedarf favorisiert. Dagegen werden bei der
Berechnung der Steuerkraft erhebliche Einnahmevorteile der größeren Städte durch
die Wirkung einheitlicher fiktiver Realsteuerhebesätze „weggerechnet“.
Dies führt dazu, dass die für eine(n) Einwohner(in) im kreisfreien Bereich und im
kreisangehörigen Bereich zur Verfügung stehenden Ressourcen immer weiter auseinanderklaffen.
Über den kommunalen Finanzausgleich geschieht eine sich verstärkende Umverteilung von Mitteln in die kreisfreien Städte. Diese Mittel werden dort ausgegeben und - nach der Logik des Verteilungssystems - wiederum als Indikatoren für einen höheren Bedarf gewertet.
Dieser Effekt zulasten des kreisangehörigen Raums lässt sich auch grafisch verdeutlichen,
wenn man die Verteilung der Schlüsselzuweisungen von 2000 bis 2013 – das Jahr 2013 gerechnet ohne Abmilderungshilfen - betrachtet. In diesem Zeitraum sind die durchschnittlichen Schlüsselzuweisungen pro Einwohner bei den kreisfreien Städten von 317,72 Euro im Jahr 2000 auf 502,94 Euro im Jahr 2013 (1. Modellrechnung auf Basis der Eckpunkte zum GFG 2013) gestiegen. Das ist ein Anstieg um 58 Prozent. Im selben Zeitraum stiegen die Zuweisungen im kreisangehörigen Bereich – Städte, Gemeinden und Kreise zusammengenommen - um 3,6 Prozent: von 271,55 auf 281,31 Euro.

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22.01.13 Angebot der Stadt

 Aus dem Antrag:
"Die Bürgermeisterin wird um Bestätigung bzw. Widerlegung folgender Punkte gebeten:
1. Am 08.05.2012, um 11:37 Uhr wurde die Ausschreibung am PC der Bürgermeisterin mit dem Dateinamen "Anforderungsprofil Werkstudentin2.pdf" gespeichert.
2. Am 09.05.12 wurden vom Geografischen Institut RWTH Aachen zunächst ein Stellenangebot der Firma Soleo* im Internet veröffentlicht.
3. Anschließend wurde am 09.05.12  vom Geografischen Institut RWTH Aachen das Stellenangebot der Stadt Nideggen im Internet veröffentlicht.

Noch ein Hinweis: Zur Verifizierung der Punkte 1. - 3. bedarf es keines Zugriffes auf 'Speicherdaten auf dem PC der Bürgermeisterin'; es genügt öffentlicher Internetzugang."

Einzelheiten dazu:

Das Angebot der Stadt Nideggen ist zu finden unter:
http://www.geographie.rwth-aachen.de/fileadmin/geographie-data/news/Stellenanzeigen/090512b.pdf
Durch Mausklick-rechts und Auswahl Eigenschaften erscheint:

Das bedeutet:
Am 08.05.2012, 11:57, wurde die Ausschreibung unter dem Namen "Anforderungsprofil Werkstudentin2" vom User goeck290 (Frau Göckemeyers PC?) als PDF-Datei gespeichert und am 09.05.12 vom Admin des Geografischen Institut RWTH Aachen unter dem Dateinamen 090512.b.pdf gespeichert und veröffentlicht.

Das am gleichen Tag als erstes veröffentlichte Angebot der Firma Soleo* finden Sie unter:
http://www.geographie.rwth-aachen.de/fileadmin/geographie-data/news/Stellenanzeigen/090512a.pdf

Die Stellenangebote werden veröffentlicht unter:
http://www.geographie.rwth-aachen.de/index.php?id=jobs

Sie werden vom Admin mit dem Datum/Uhrzeit der Veröffentlichung gekennzeichnet und auf dem Server mit einem Dateinamen, der sich aus dem Datum und fortlaufendem Buchstaben ergibt, gespeichert.

3 Beispiele:


Gespeichert: 17.01.13, 14:19 Uhr, Dateiname 170113g.pdf
Durch 2-maliges Anklicken "Link zu weiteren Informationen" kommt man zum Ausschreibungstext:
http://www.geographie.rwth-aachen.de/fileadmin/geographie-data/news/Stellenanzeigen/170113g.pdf


Gespeichert: 17.01.13, 14:16 Uhr, Dateiname 170113f.pdf
http://www.geographie.rwth-aachen.de/fileadmin/geographie-data/news/Stellenanzeigen/170113f.pdf


Gespeichert: 17.01.13, 14:13 Uhr, Dateiname 170113e.pdf
http://www.geographie.rwth-aachen.de/fileadmin/geographie-data/news/Stellenanzeigen/170113e.pdf

Noch ein Hinweis:

Zufälligerweise hat  der Admin
des Geografischen Institut RWTH Aachen nach dem 22.01.13 seine Speichertechnik geändert.
Die Dateinamenvergabe läuft seitdem anders. Z.B. http://www.geographie.rwth-aachen.de/index.php?id=jobs&tx_mininews_pi1[showUid]=3373&cHash=28a90b39b6.
Damit ist die Speicherreihenfolge nicht mehr für jedermann erkennbar.

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Wunder dauern etwas länger: Frau Göckemeyer und "ihre Feuerschutztreppe"



Die Treppe steht nun an der seit Mai 2011 geplanten Stelle.
Gut Ding will eben Weile haben! 

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Margit Göckemeyer: glaubwürdig?

Nachträgliche Legalisierung einer selbstherrlichen/fraulichen Entscheidung (Ratssitzung 21.06.11):
Sondersitzung Stadtrat am 20.03.12:
Ratssitzung 11.12.12:
Ratssitzung 22.01.13: << zurück